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Die Rückfahrt von den Wasserfällen nach Curitiba haben wir eine Stunde schneller geschafft als die Hinfahrt und das sogar obwohl wir diesmal noch ein paar Fotos von unterwegs gemacht haben. Die Straße ist sehr nervig, weil ständig Laster vor einem her schleichen, die man nur auf ein paar Überholspuren überholen kann, die immer an den bergauf führenden Strecken liegen. Theoretisch gar nicht so schlecht, aber unser Auto hat dafür definitiv nicht genug Power. Wenn man auf 30 km/h hinter dem LKW abbremsen musste kommt man am Berg dann auch mit Vollgas kaum vorbei.

Dazu kommen unzählge Baustellen, und an jeder Kurve muss man von 80 oder 110 km/h auf 40 oder 60 km/h runter (es wird nämlich geblitzt!), nur um dann gleich wieder 110 km/h fahren zu dürfen. Wobei einen dabei die LKWs wieder ausbremsen.Dazwischen kommen Mautstationen, die alle außer Betrieb sind und deshalb umfahren werden müssen, aber trotzdem schon wieder Grund zum Bremsen sind.

Seit wir uns hier in Curitiba wieder mit unseren Freunden getroffen haben sind wir eigentlich permanent zum Essen eingeladen. Erics Vater Marco kocht sehr sehr gerne, und er möchte uns alles zeigen, was typisch brasilianisch ist. Außerdem ist noch viel von der Hochzeit übrig gewesen, weshalb am Sonntag dann ein Restevernichtungsnachmittag geplant war. Aber natürlich nicht ohne ein ausführliches Mittagessen direkt vorher! Marco ist tatsächlich um vier Uhr morgens aufgestanden, um Rippen zu grillen, die acht Stunden schmoren müssen.

Eine Spezialität, die wir auch noch nie vorher probiert haben, sind Palmherzen. Es gibt sie von vier verschiedenen Palmsorten, eingelegt oder frisch, die dann gegrillt werden. Probiert haben wir alle und dann sogar versucht, sie blind wiederzuerkennen, woran wir aber gescheitert sind.

Morgen gibt es zum Abschied nochmal eine Spezialität, nämlich Barreado. Das ist schon wieder so was aufwändiges, ein Eintopf, der zwei Stunden gekocht wird, dann über Nacht ziehen muss und am nächsten Tag nochmal zwei Stunden kocht. Bin sehr gespannt wie das schmeckt!

Bei Erics Eltern im Haus gibt es auch noch einen großen Whirlpool, der keine seltsamen Pflanzen beherbergt und wunderbar warm und entspannend ist. Nachdem es hier gerade heftig dauerregnet und ziemlich kühl ist gerade das richtige für den Nachmittag. Im Pool gab es sogar noch Sekt, der auch von der Hochzeit übrig war. Was für ein Luxus…

Trotz Regen haben wir es heute früh sogar noch geschafft, unseren großen Wunsch zu erfüllen, Capybaras zu sehen. Es gibt in der Stadt einen großen Park mit viel Wasser, da leben ganz viele von diesen riesigen Meerschweinchen. Sie sind die größten Nagetiere der Welt und extrem süß.

In diesem Park haben wir noch was Lustiges gesehen. Es gibt nicht nur zwei getrennte Spuren für Fußgänger und Radfahrer, dazwischen läuft auch noch eine Jogger-Spur.

Leider hatten wir nicht mehr Zeit in Brasilien, es ging so schnell vorbei! Morgen fliegen wir schon wieder nach Hause.

2 comments

Was? Schon wieder vorbei? Danke für Euren Bericht und die schönen Fotos. Ich glaube, mir wäre das Essen zu fleischlastig. Aber wenn das da auch so auf der Wiese rumliegt... Ob die Tiere jetzt "süß" sind, liegt ja auch ein bisschen im Auge des Betrachters. Kommt gut zurück und haut nochmal kräftig rein, hier frisst die Inflation alles auf...

Sag bloß Du findest die Capybaras nicht süß 😯? Und wieder zu Hause brauchen wir erst mal ne Weile Diät.

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