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Gruß aus dem Hotelzimmer

Bei uns zu Hause im Flur hängt eine Postkarte mit dem Spruch: „Eigentlich hatte ich heute viel vor. Jetzt habe ich morgen viel vor.“ Das passt ganz gut zu unserer Situation im Moment – wir sind zwar seit Sonntagabend in Barcelona, haben aber noch nichts von dem gemacht, was wir uns für hier vorgenommen hatten.

So wie’s aussieht, hab ich mir halt doch irgendeinen Magen-Darm-Erreger eingefangen gehabt und den jetzt mit etwas Verzögerung schön brav mit Siggi geteilt. Gestern nach dem Frühstück ging’s ihr schon nicht gut, und den Versuch, etwas Sightseeing zu machen, haben wir dann abgebrochen. Seitdem hüten wir das Zimmer, da ist wenigstens das Klo nicht weit.

Als wir am Sonntagmittag vom Campingplatz gestartet sind, wussten wir von dem noch nichts, und das war bestimmt auch besser so. Wir sind erstmal gar nicht weit gekommen, im nächsten Ort Llançà gab es einen kleinen Flohmarkt. Außer etwas selbstgemachter Orangenmarmelade haben wir zwar nichts mitgenommen, aber das Stöbern in den alten Sachen war sehr schön.

Unser Etappenziel war das „Teatre-Museu Dalí“ in Figueres. Das ehemalige Theater der Stadt wurde im spanischen Bürgerkrieg zerstört, Salvador Dalí ließ es Anfang der 1970er als Museum wieder auf- und umbauen. Das Gebäude selbst ist ja ein Kunstwerk, nur der Eingangsbereich sieht noch etwa so aus wie das ursprüngliche Theater. Warum er die Fassade mit Broten und Eiern aus Beton verziert hat, haben wir nicht herausgefunden.

Innendrin sind eine Menge seiner Malereien, Zeichnungen und Skulpturen, außerdem sein Grab in einer Krypta unter der Glaskuppel. In der schieren Menge hat uns das dann irgendwann überfordert – sonst begegnet man ja meistens nur einer Hand voll seiner bekanntesten Bilder, an die wir uns inzwischen wahrscheinlich einfach gewöhnt haben. Aber vieles von dem, was wir noch nicht kannten, ist ein gutes Stück düsterer und verwirrender. Für eine Weile haben wir von Surrealismus genug. Wenn wir wieder auf dem Damm sind, können wir uns hier in Barcelona ja mit Gaudí beschäftigen. Immerhin ist unser Schlüssel wohl im Hotel angekommen, den werden wir nachher abholen.

1 comment

Ihr Lieben, jetzt dachte ich, dass ich einen kleinen Kurzptrip mache und Euch in meinem Kopfkino ein Stück begleite. Wegen dem fiesen Infekt halte ich aber - auch mental - etwas Abstand, sonst würdet ihr jetzt eine fette Umarmung bekommen! Ich bete für die schnellstmögliche Erholung mit anschließender Schlemmertour.

Den Snoopy auf dem Flohmarkt hätte ich eingepackt. Vielleicht. ? Ich sammle ja schon Frösche, Clowns und irgendwie auch Kamele🙃.

Sollte Euch nochmal der Sinn nach Kunst stehen empfehle ich das Muesum Joan Miro in Barcelona. Mein persönliches Traumziel. Lohnt sich, macht super Laube und ist schön bunt!

Mit dem Schlüssel hat es ja super geklappt, jetzt dasselbe mit dem Bauch!

So much love, Lara

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